Commerce

Neben Sponsoring, Product Placement und Teleshopping, basiert heutige TV-Werbung meist auf der Werbeinsel, mit der das laufende Programm unterbrochen wird, um eine bestimmte Anzahl an Spots zu senden.

In der öffentlichen Meinung wird TV-Werbung bestenfalls geduldet. Viele Zuschauer nutzen die Werbeunterbrechung, um sich bspw. auf anderen Sendern umzusehen oder im Web zu surfen. Die Aufmerksamkeit des Zuschauers ist nicht zwingend zu binden.

In der Verteilung der Werbebotschaften achten Werbetreibende darauf, dass die gewünschte Zielgruppe möglichst zahlreich vor den Bildschirmen versammelt ist. Der dabei entstehende Streuverlust wird dabei in Kauf genommen. Eine weibliche Formel1-Zuschauerin, dürfte nur wenig für sie interessante Werbung finden, ebenso der männliche „Grey´s Anatomy“-Zuschauer.

Wir sehen GOAB, wie schon erwähnt, als Projekt, das die Nutzersicht in den Mittelpunkt stellt. Die Integration von kommerziellen Angeboten wird diesem Ziel vielleicht nicht immer völlig gerecht werden können. Aber ohne einen Ansatz zur Integration von Werbung wird es ein System, das Zugriff auf Inhalte aller Anbieter hat, mit Sicherheit nie geben. Wir versuchen die Integration von kommerziellen Inhalten dennoch an der Relevanz für den Nutzer auszurichten und dies führt uns zu folgenden Ansätzen.

Markeninhalte

Ausgehend von der Möglichkeit, die Empfehlungsübersicht durch veröffentlichte Channels zu ergänzen, ist es möglich ganze Channels oder einzelne Inhalte markenorientiert zu erstellen. Web TV Plattformen gehören für verschiedene Autohersteller und Modemarken schon seit einiger Zeit zum Kommunikations-Mix. In GOAB ist eine Integration als Marken-Channel, der dementsprechend gekennzeichnet wird, sehr gut denkbar.

Verwandte Angebote

Werbung, die sich inhaltlich nah an der laufenden Sendung orientiert, hat eine höhere Chance vom Zuschauer als relevant wahrgenommen zu werden. So können Sportübertragungen im Kontextbereich auf den passenden Fan-Shop verweisen oder Ticket-Verkäufe regional abgestimmt für den Zuschauer anbieten. Dieses Angebot lässt sich auf jegliche Sendung ausweiten. Reiseangebote, die mit der Film-Location übereinstimmen. Lifestyle-Informationen, die zum Setting der Sendung passen - den Soundtrack oder die Merchandising-Artikel zum Kauf.

Kaufe, was Du siehst

Eine sehr direkte Form der Verbindung zwischen Sendung und kommerziellem Inhalt entsteht dann, wenn man genau die Produkte kaufen kann, die in der ausgewählten Sendung zu sehen sind. Die Unterwasseruhr des Agenten, die Stilettos der Kolumnistin, das Cabrio, mit dem das Pärchen flüchtet. In unserer Vorstellung kennt das System abgesehen von unseren Vorlieben auch bestimmte Daten, wie z.B. Geschlecht oder die Konfektionsgrößen. So könnte das System neben einer geschlechts-spezifischen Ansprache z.B. nicht nur das Kleid aus dem Film anzeigen, sondern auch gleich die richtige Größe und den dazu entsprechenden günstigsten Preis, der mittels Preisvergleichssystemen ermittelt wird. Gerade bei Produkten wie Kleidung, finden wir es smart, wenn nicht nur alleine die Ware angezeigt wird, sondern direkt der Nutzer selbst als Träger des Kleidungsstücks. Der Nutzer ist dann nicht nur Zuschauer, sondern taucht in die Markenwelt ein.

Pay per View

Durch die Freiheit Paid Content ebenso zu erreichen, wie kostenlose Sendungen, sehen wir in GOAB auch eine Plattform für alle Anbieter, deren Geschäftsmodell auf der kostenpflichtigen Verbreitung von Sendeinhalten aufbaut.

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